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STADA Arzneimittel kaufen


04.12.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Analystin vom Bankhaus Lampe, Leslie Iltgen, stuft die STADA-Arzneimittel-Aktie (ISIN DE0007251803 / WKN 725180) weiterhin mit "kaufen" ein.

Man sehe STADA 2010 wieder zurück auf Wachstumskurs und erwarte gegenüber 2009 eine Beschleunigung beim Umsatz sowie eine deutliche Steigerung auf der Ertragsseite (adjustierte EBITDA-Verbesserung im zweistelligen Prozentbereich).

Hierzu beitragen dürften:

1) Keine weitere Verschlechterung der Marktsituation in Deutschland (die anstehende Gesundheitsreform biete aus Sicht der Analysten durch die generell angestrebte Reduzierung der Überregulierung sogar mehr Chancen als Risiken - beispielsweise beim Thema Rabattverträge; hinzukomme Wegfall negativer Basiseffekte nach eingeführter Preissenkung bei STADApharm zu Jahresbeginn).

2) Das Greifen der bereits eingeleiteten Kostensparmaßnahmen beziehungsweise Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung (darunter Standortkonzentration in Russland und Steigerung der Kapazitätsauslastung bestehender Produktionsstandorte sowie weitere Reduzierung der Verwaltungskosten im Konzern); dies dürfte insgesamt Einsparungen in Höhe von rund 35 Mio. EUR p.a. bringen.

3) Verstärktes Ausrollen des Markengeschäfts (bereits erfolgreiche Markenprodukte sollten verstärkt auch in anderen Märkten, in denen STADA aktiv sei, vermarktet werden; ferner sei der Zukauf weiterer Marken - wie jüngst mit Eunova in Deutschland - zur Stärkung des Produktportfolios im Markengeschäft denkbar.


4) Steigende Zahl an Produktneueinführungen durch die in den kommenden zwei Jahren steigende Zahl an Patentabläufen (2010 und 2011 solle das neu verfügbar werdende Umsatzpotenzial in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien bei jährlich rund 4,4 Mrd. EUR liegen) beziehungsweise weiter steigende Generikapenetration (auch getrieben durch kontinuierlich steigenden Kostendruck in den einzelnen Gesundheitsmärkten); Generikamarkt bleibe Wachstumsmarkt (IMS-Health: 8 bis 11% Wachstum in den kommenden Jahren).

5) Weiterer Ausbau der Eigenproduktion (der Eigenproduktionsanteil solle binnen zwei Jahren von gut 50% auf rund 70 bis 80% gesteigert werden).

6) Die Nettoverschuldung solle weiter reduziert werden; als Ziel habe man sich ein Verhältnis von Net debt/EBITDA von rund 3,0 gesetzt; darüber hinaus sei es dem Management 2009 im Übrigen bereits gelungen, die durchschnittliche gewichtete Zinsrate von 4,5% auf nun 4,0% zu senken.

7) Weiteres Upside (mittelfristig) sehe man durch die Entwicklungsprojekte im Bereich monoklonaler Antikörper (Biosimilars); von den fünf Projekten sollten mindestens drei zusammen mit einem Finanzierungspartner in den kommenden Jahren vorangetrieben werden.

Trotz regulatorischer Eingriffe und des sich verschärfenden Kostendrucks gehe man davon aus, dass es STADA auch künftig gelingen werde, sich den schnell ändernden Rahmenbedingungen flexibel anzupassen, neue Marktchancen zu nutzen (Eintritt in neue Märkte - nach Erachten der Analysten denkbar: Türkei, Schweiz, Polen, Mittlerer Osten - sowie weitere Produkteinführungen beziehungsweise Produktakquisitionen - letztere insbesondere im Markenbereich), die Abhängigkeit vom Heimatmarkt weiter zu verringern und durch eine kontinuierliche Kostenoptimierung weiter profitabel zu wachsen.

Zudem sehe man den Generikamarkt mit Wachstumsraten zwischen 8 und 11% (laut IMS Health) immer noch als Wachstumsmarkt. Ihre Schätzungen für 2010 hätten die Analysten nochmals marginal angepasst (2010-EPSe von 1,97 EUR auf 2,00 EUR).

Das Anlageurteil der Analysten vom Bankhaus Lampe für die STADA-Arzneimittel-Aktie lautet unverändert "kaufen". Das Kursziel sehe man unverändert bei 29,50 EUR. (Analyse vom 04.12.2009) (04.12.2009/ac/a/d)




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